ART Düsseldorf Leichtathletik

Wochen lang wurde im Vorfeld der Regensburger Laufnacht und der Gala um die besten Startplätze gefeilscht, doch dann kam alles ganz anders. Djamila Böhm, deutsche U23-Meisterin des Vorjahrs, wollte erstmals in dieser Saison gegen die vorjährige Olympia-Teilnehmerin Jackie Baumann "Face for Face" die 400 Meter-Hürden-Strecke laufen.

Doch Baumann lief lieber einen Tag zuvor in Genf (55,72 Sekunden WM-Norm) und ließ Djamila in Regensburg in 57,49 Sekunden alleine vorweg stürmen. Böhm hatte nach zwei Rennen auf der ungünstigen Außenbahn, auf der sie zu Pfingsten in Rehlingen ihre Bestzeit von 56,95 geschafft hatte, mit Banhn vier endlich eine bessere Bahn. Doch am Ende fehlte ihr die Spritzigkeit zu einer weiteren Steigerung ihrer Bestzeit.

Auch die ART-Langstreckler hatten lange um einen schnellen Lauf in Regensburg gebangt, dann machte der Veranstalter kurzen Prozess und stecke alle 22 Läufer in einen Lauf über 1500 Meter. Am Ende schafften in diesem Philipp Baar (3:47,51 Minuten) und Sebastian Reinwand (3:48,37 Minuten) als siebter und achter persönliche Bestzeiten. "In der letzten Runde konnten wir noch an vielen von den Bestzeiten her schnelleren Läufern vorbeiziehen", freute sich Sebastian Reinwand besonders.

Schon in der Laufnacht hatte Simon Stützel im 5000-Meter-Lauf in 14:03,33 Minuten als Vierter starke Form bewiesen. Er hofft nun bis der bis zur DM in Erfurt, wieder seine frühere Leistungsfähigket (Bestzeit 13:41 Minuten) zu erreichen. Dort wird der 38-jährige Andreas Straßner nicht mitlaufen können, da er die DM-Norm (14:27 Minuten) mit 14:50 Minuten verfehlte. Er hatte nur fünf Runden mithalten können, spürte dann den Kraftverschleiß durch eine Infektion, die er in den sechs Tagen zuvor mit Antibiotika hatte behandeln lassen müssen.

Mehrkampf Bernhausen und Wien

Nach dem ersten Tag der U18-WM Ausscheidung hatte die 16-jährige Annkathin Hoven (ART) im Siebenkampf auf Rang drei gelegen, wobei ihr besonders eine neue Bestleistung beim Hochsprung (1,69 Metern) zu vielen Punkten verhalf. Sie konnte den Platz aber nicht durch missglücktes Speerwerfen (nur 22,83 Meter) halten und fiel auf Rang sechs zurück, obwohl sie 5,36 Meter weit gesprungen war und die 800 Meter in 2:25,11 Minuten gelaufen war. Ihre Klubkollegin Daniela Kreft konnte die Führung bei den österreichischen Meisterschaften in Wien auch nur bis zum Speerwerfen halten, wo sie statt möglicher 40 Meter mit 32,20 Meter auf Rang zwei zurück fiel. Als österreichische Vizemeisterin sammelte sie mit 4956 Punkten noch 15 Zähler mehr als Annkathrin Hoven in Bernhausen.



Johnstone und Ojstersek in Neuss vorne

Beim 35. Neusser Sommernachts-Lauf gab es einen Doppelerfolg im Hauptlauf über zehn Kilometer. Nikki Johnstone setzte sich bei den Männern in 31:48 Minuten mit großem Vorsprung durch, ebenso wie Svenja Ojstersek in 35:38 Minuten bei den Frauen.

 

Fotogalerie:

Stolz auf neue Bestzeit über 1500-Meter-Lauf in Regensburg

Überlegene Sieger beim Neusser Sommernachts-Lauf Svenja Ojstersek und Nikki JohnstoneDie 16-jährige Daniela Kreft wurde österreichische Vizemeisterin im Siebenkampf