ART Düsseldorf Leichtathletik

Erst am Freitag Nachmittag war die 21-jährige Psychologie-Studentin Jessie Maduka von ihrer Universität in Los Angeles (UCLA) nach Düsseldorf zurückgekehrt.

Und kaum jemand hätte ihr die Titelverteidigung im Dreisprung bei der U23-DM diesmal in Leverkusen zugetraut, stand sie doch in der Meldeliste mit ihren im April erreichten 13,00 Metern nur auf Rang drei. Im zweiten Durchgang jumpte Jessie aber mit 13,61 Meter so weit wie noch nie. "Dabei bin ich noch müde und werde mich gleich daheim wieder hinlegen," schilderte sie ihren Super-Sprung. In ihrer Serie waren vier weitere 13-Meter-Sätze. Dass sie die U23-EM-Norm (13,40 Meter) übertraf, freute sie natürlich besonders und ihren Trainer Ralf Jaros.

Maximilian Thorwirth (rechts) gewinnt Gold beim 5000-Meter-Lauf und Silber beim 1500-Meter-Lauf bei der U23-DM.Nach seinem Sensations-Gold im 5000-Meter-Lauf in 14:24,21 Minuten wollte Maximilian Thorwirth (SFD 75) auch "seine Medaille" im 1500-Meter-Lauf. Es wurde Silber in 3:55,23 Minuten hinter dem Wattenscheider Favoriten Marius Probst (3:53,28). "Damit habe ich mein bisher erfolgreichstes Wochenende hinter mir," freute sich Thorwirth über Gold und Silber bei dieser U23-DM. Noch nie zuvor hatte ein Düsseldorfer bei der U23-DM den Meistertitel gewonnen.

Als Vierte des Diskuswerfens überzeugte auch die 18-jährige ART-Werferin Annina Brandenburg, die wie Jessie Maduka ebenfalls in den USA studiert und dort mit 51,88 Metern auch schon die U20-EM-Norm geschafft hat. In Leverkusen ging ihr weitester Wurf auf 49,84 Meter, ein weiterer Wurf auf 49,77 Meter. Für ART-Kollegen Kristoffer Kleist, der in Chemnitz studiert und bei Sven Lang, dem Trainer von Kugelstoß-Weltmeister David Storl trainiert, gab es beim Kugelstoßen Rang acht mit der Weite von 15,66 Metern. Beim Diskuswerfen gelangen 46,82 Meter, was ihm den 11. Platz einbrachte.
Nicht so recht zufrieden war der Hasselser Sprinter Joshua Koßmann. Im 100-Meter-Lauf (10,97 Sekunden) kam er auf Rang 27. Beim 200-Meter-Lauf rannte er in 22,03 Sekunden so schnell wie nie zuvor und wurde dennoch nur 17.