ART Düsseldorf Leichtathletik

Zu gerne hätte der 17-jährige ART-Zehnkämpfer Jaron Boateng bei den U 18-Europameisterschaften in Györ/Ungarn eine Medaille gewonnen, aber es klappte knapp nicht. Um drei Zentimeter verpasste er beim Weitsprung mit 7,19 m die Bronzemedaille.

Ursprünglich wollte Jaron Boateng in Györ als Zehnkämpfer starten, steigerte sich auch in den Ausscheidungswettkämpfen in Bernhausen um über 500 Punkte auf 7152 Punkte, doch im Kampf um die beiden EM-Tickets waren zwei deutsche Mitstreiter ein wenig stärker. Boateng hatte aber im Rahmen des Zehnkampfes beim Weitsprung mit 7,30 Meter die EM-Norm geschafft und konnte bei der Weitsprung-Ausscheidung zwei Wochen später mit 7,45 Metern als zweitbester Deutscher sich das EM-Ticket doch noch sichern. In Györ begann er im Finale bei heftigen Schiebe-Winden von hinten mit einem Sprung auf 6,82 Meter, womit er zunächst den sechsten Rang übernahm. Beim zweiten Satz waren es dann schon 7,11 Meter, obwohl er den kompletten Absprungbalken verschenkte. Damit verbesserte er sich auf Rang vier, den er aber nicht mehr verlassen konnte - auch nicht mit den 7,19 Metern - wieder ohne Balken - im sechsten Versuch. Gold ging an seinen deutschen Teamkollegen Nick Schmahl (Heiligenhafen). Er erwischte mit 7,60 Meter einen optimalen Sprung, wie er Boateng diesmal versagt blieb. Silber gewann der Italiener Davide Favore (7,29 m) vor dem Franzosen Bryan Muckret (7,22 m). Der vierte Rang für Jaron Boateng ist dennoch ein großer Erfolg. Seine Zukunft in der Leichtathletik sieht er weiterhin als Zehnkämpfer.

Am Freitag hatte bereits Boatengs Teamkollegin Annkathrin Hoven (ART) beim Siebenkampf mit persönlicher Bestleistung von 5524 Punkten den fünften Platz belegt. Die U 18-Europameisterschaften waren demnach auch ohne Medaillen für den ART sehr erfolgreich.