ART Düsseldorf Leichtathletik

Dass sich Djamila Böhm bei der Universade in Neapel nach drei sehr harten Läufen an drei Abenden hintereinander auf der Hürdenstrecke mit nur einem Tag Ruhepause auch für das deutsche Viermal-400-Meter-Quartett zur Verfügung stellte, zeigt ihre besonders positive Einstellung bei ihrer ersten großen internationalen Meisterschaft.

Das deutsche Team wurde Sechster. In den Halb-Final-Läufen am Freitag Abend lief Deutschland immerhin die fünft-schnellste Zeit mit Reserven für das Finale am Samstag Abend. Djamila Böhm war ihr Startstück in starken 53,5 Sekunden gerannt. „Ich habe in der Staffel als Startläuferin eine gewisse Verantwortung übertragen bekommen,“ sagte Djamila Böhm zur Mannschaftsaufstellung. Im Finale war sie in 53,2 Sekunden sogar noch ein wenig schneller, aber die Silbermedaillen-Gewinnerin über 800 Meter, Christina Hering (München), war im Finale gegen die Kölnerin Christine Salterberg ausgetauscht worden. Insgesamt war dann Deutschland im Finale nur eine einzige Hundertstel-Sekunde in 3:34,66 Minuten schneller als im Halbfinale und hatte auch nicht gerade die besten Stabwechsel im Getümmel um Bronze. Diese Bronzemedaille ging dann hinter den überragenden Ukrainerinnen (3:30,82 Minuten) an Australien in 3:34,01 Minuten. Deutschland (mit noch Jessica Wessolly/Mannheim, Katharina Trost/München und Christine Salterberg/Köln) fehlte demnach nur 0,65 Sekunden an der erhofften Medaille. Djamila Böhm hat in Neapel viel Neues und Aufregendes erlebt, was sie in ihrer künftigen Karriere weiter bringen wird.
Djamilas Fazit: „Ich bin froh an der Universiade teilgenommen zu haben. Es war eine tolle Erfahrung, und ich denke für meine erste internationale Meisterschaft überhaupt, können sich auch direkt zwei Finalteilnahmen und zweimal sechste Plätze sehen lassen.“ Am ersten August-Wochenende will sie sich in Berlin ihren DM-Titel über 400 Meter Hürden zurückholen.

Sebastian Hadamus auch Deutscher Senioren-Meister über 5000 Meter

Bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften (Ü 35) im thüringischen Leinefelde-Worbis gewann der 45-jährige ART-Langstreckler Sebastian Hadamus seinen dritten DM-Titel in dieser Saison. Bevor Sebastian Hadamus am vergangen Sonntag Morgen um 9.30 Uhr beim 5000-Meter-Lauf auf die Strecke durfte, um auch im 5000-Meter-Lauf (nach 10 000 Meter in Essen zu Pfingsten und 3000 Meter im Winter in der Halle) zu gewinnen, musste er erst einmal einen Hundert-Euroschein hinlegen. Er hatte zuvor versäumt, sich rechtzeitig für die DM zu melden. „Ich hatte so viel zu tun, dass mir der Meldeschluss-Termin für die DM entfallen war,“ sagte er. Beim Rennen war er natürlich überlegen und sicherte sich in 15:38,94 Minuten Gold und den DM-Titel. „Ich habe jetzt alle drei Meistertitel in dieser Saison, darüber freue ich mich ganz besonders“, lautete sein Kommentar.

Viermal Silber, zweimal Bronze und einmal Gold für ART-Mehrkämpfer

Bei den NRW-Jugend-Mehrkampf-Meisterschaften in Bad Oeynhausen gab es insgesamt viermal Silber für die jungen ART-Athleten. Aber auch einmal Gold für den 14-jährigen Georgii Korliakov beim Neunkampf der M 14 und Bronze für die 13-jährige Antonia Zein bei ihrem ersten Siebenkampf überhaupt mit 3429 Punkten, wobei ihr sogar schon die W 14-DM-Norm (3400 Punkte) gelang. „Toni“ hatte ihre besten Leistungen beim Speerwerfen mit 37,38 Meter und beim 80-Meter-Hürden-Lauf in 12,53 Sekunden. Mit dem Team des ART (Antonia Zein, Hannah Leibmann/3316 Pkt. und Naomi Kader-Tjijenda/2993) gab es mit 9738 Punkten zudem noch hinter Wattenscheid (10 265 Pkt.) Silber.
Bei den Jungs hatten die ART-Mehrkämpfer noch auf dem Goldplatz beim Neunkampf (wie Zehnkampf, aber ohne 400 m) übernachtet, den sie dann am Sonntag doch noch an die LG Bünde/Löhne (13078 Pkt.) mit 12 827 Punkten abtreten mussten. NRW-Meister der M 14 im Neunkampf wurde Georgii Korliakov (ART) mit 4284 Punkten (3. Max Bach, ART mit 3666 Punkten). Lorenz Raschke sammelte 4877 Punkte als Zweiter bei der M 15, wobei er beim Stabhochsprung mit 3,80 Meter ein Top-Ergebnis erreichte. In der Vorwoche war er als Sechster der U 16-DM in Bremen sogar schon über die Höhe von vier Metern geflogen.

 

Sebastian Hadamus gewann wie schon zu Pfingsten in Essen über 10 000 Meter auch den DM-Titel im 5 000-Meter-Lauf