ART Düsseldorf Leichtathletik

Für den Abbruch der 66. Wilhelm-Unger-Spiele am vergangenen Sonntag im Rather Waldstadion hatten selbst die aus Entfernungen bis zu 300 Kilometer angereisten Leichtathleten im Alter von elf bis 50 Jahren volles Verständnis.

Denn beim Speerwerfen der männlichen U18-Klasse geschah ein ebenso tragisches wie grausames Unglück, das der 74-jährige Kampfrichter Dieter Strack trotz aller ärztlicher Hilfsmaßnahmen im Stadion wie in der Düsseldorfer Uni-Klinik nicht mehr überlebte. Er war gleich zu Beginn des Wettkampfes beim Wurf eines Athleten vom Speer am Hals getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Das Entsetzen aller Beobachter (im Stadion waren trotz Regenwetters etwa 800 erwartungsvolle Sportler und Besucher) war groß, als man sah, wie Dieter Strack große Mengen an Blut verlor. Der Veranstalter hat daraufhin die Veranstaltung sofort abgebrochen.

Trotz intensiver Bemühungen der Ersthelfer auf dem Platz und auch der Ärzte in der Uniklinik Düsseldorf erlag Dieter Strack 14 Stunden nach dem fürchterlichen Unfall im Beisein seiner Frau, seinen Töchtern, seinen Enkelkindern und seinem Schwiegersohn den schweren Verletzungen und sorgt derzeit in der gesamten Düsseldorfer Leichtathletik und am Niederrhein für tiefste Trauer.

Wer Dieter Strack kannte, weiß um welch überaus wertvolle und liebenswerte Persönlichkeit es sich gehandelt hat. Als Kampfrichter in den vergangenen Jahren war ihm keine Aufgabe zu schwer oder zu lästig. Er verbreitete stets gute Laune, war für Sportler wie Medienvertreter und Kampfrichter-Kollegen immer ein freundlicher wie kompetenter Ansprechpartner. Aus ihm sprühte viel Begeisterung für die Sportart Leichtathletik.

Die Leichtathletik hatte er im Gegensatz zu vielen Aufgaben im Düsseldorfer Brauchtum erst spät lieben gelernt, nicht zuletzt durch seine Enkelkinder Tim und Fiona. Da wollte der mit Recht stolze Großvater dabei sein, wenn diese in den Nachwuchs-Klassen Erfolge feierten. Und wenn tätige Mithilfe bei Sportfesten gefragt war - dann war Dieter Strack in seinem Element, packte er zu, wo Hilfe gebraucht wurde.

Das wird ihn unersetzlich machen! Denn wer weiß, welche Aufgaben Leichtathletik-Kampfrichter haben, kann ein Engagement von ihnen nicht hoch genug einschätzen. Stundenlang (nahezu ohne Pausen) ist ihre fachlich kompetente Arbeitskraft wie Aufmerksamkeit gefragt, bei extremer Hitze wie bei Regen. Und immer gehört ihre Freundlichkeit und Regelkompetenz zur bei Leichtathletik-Veranstaltungen so wichtigen Service- und Aufenthalts-Qualität. Dieter Strack verkörperte diese Eigenschaften in den Jahren seiner Tätigkeit als Kampfrichter.

Dieter Strack war ein wunderbarer Mensch und vorbildlicher Kampfrichter. Seine ehrenamtliche, hingebungsvolle Tätigkeit hat er aus Liebe zu jungen Menschen und zur Leichtathletik ausgeübt. Für viele war Dieter Strack auf dem Platz eine Instanz, durch sein Schaffen und seine unvergleichliche Art hat er so unendlich viel Gutes bewirkt. Die Familie von Dieter Strack gehört seit Jahren zu den unentbehrlichen Stützen unserer Leichtathletikabteilung.

Warum der liebe Gott einen solch herausragenden Menschen auf derart tragische und unfassbare Weise aus dem Leben reißt, verstehen wir nicht und werden wir wohl auch nie verstehen. Manche Wege des Schicksals bleiben uns unergründlich.

Wir sind alle am Boden zerstört und so unendlich traurig.

Für die große Leichtathletik-Abteilung des ART und die Leichtathleten am Niederrhein bleibt nur noch eins:
Danke, Dieter!
Wir werden Dich niemals vergessen, Du wirst uns allen fehlen.

 


 


Die ART-Leichtathletik widmet hiermit sämtliche Erfolge und Leistungen des Wochenendes dem verstorbenen Dieter Strack, der die vergangenen beiden Tage hoffentlich mit viel Freude beobachtet hätte und in dessen Andenken wir alle gekämpft haben.


Dr. Peter  Kluth
Lenkungsausschuss Leistungssport